Mobiles Internet: T-Mobile holt nun die Brechstange raus

T-Mobile will das mobile Internet in den kommenden Monaten in den Massenmarkt drücken. Dazu will die Telekom-Tochter künftig Netbooks für einen Euro abgeben, das Apple-Handy iPhone mit einer Prepaid-Karte verkaufen und allen Handys eine einheitliche Benutzeroberfläche geben. „Daten werden zum Massengeschäft“, sagte Philipp Humm, T-Mobile-Chef für Deutschland. Das iPhone ohne Vertragsbindung kostet ab Oktober 569 Euro und beinhaltet dabei ein Gesprächs- und Datenübertragungsguthaben von 100 Euro. T-Mobile gibt damit die Strategie auf, iPhone-Nutzer für zwei Jahre an sich zu binden. Gespräche mit dem Prepaid-iPhone in das Festnetz und T-Mobile-Netz kosten künftig pauschal 29 Cent, in andere Mobilfunknetze 29 Cent pro Minute. Das Surfen wird mit neun Cent pro Minute berechnet.

T-Mobile will damit im Weihnachtsgeschäft den iPhone-Verkauf ankurbeln. Nach Informationen der WELT rechnet das Unternehmen intern mit einer hohen fünfstelligen Verkaufszahl der Prepaid-iPhones in den letzten drei Monaten des Jahres. Wer trotzdem später auf einen iPhone-Vertrag umsteigen will, bekommt die Differenz des Kaufpreises gutgeschrieben. Hintergrund dieses Angebots ist, das iPhone zu Weihnachten auch „verschenkbar“ zu machen, wie es intern heißt.

Das Apple-Handy hat sich zu einem wichtigen Baustein in der mobilen Internet-Strategie von T-Mobile entwickelt. Nutzer der ersten Generation des iPhone übertragen 30-mal so viele Daten über das Mobilfunknetz wie Nutzer anderer Handys. Das Volumen verdoppelt sich noch einmal bei der neuen iPhone-Generation, die den schnellen Standard UMTS beherrscht.

Um die mobile Internet-Nutzung weiter zu steigern, wird T-Mobile künftig auch stärker in die Subventionierung von Geräten investieren. Verträge mit den Notebook-Herstellern Acer, Asus und LG sind unterzeichnet. Sogenannte Netbooks, kleine Notebooks mit Internet-Verbindung, werden künftig mit Datenvertrag für ein Euro abgegeben.

T-Mobile stellt gemeinsam mit Google am kommenden Dienstag in New York das erste Handy mit dem offenen Betriebssystem Android vor. Auch davon erhofft sich der Netzbetreiber eine stärkere Nutzung des mobilen Internets. Android kann von allen Handy-Herstellern kostenlos verwendet werden und ist offen für Programmierer, die dafür Anwendungen schreiben wollen.

Mit einer einheitlichen Oberfläche will T-Mobile dem Wildwuchs der Handy-Betriebssysteme Herr werden. Für Nutzer soll künftig die Bedienung von Mobiltelefonen unterschiedlicher Hersteller einheitlich sein, egal welches Betriebssystem die Geräte verwenden. Diese T-Mobile-Oberfläche lehnt sich an das Design des iPhone an und arbeitet mit sogenannten Widgets. Damit werden kleine Programme bezeichnet, die ständig mit dem Internet verbunden sind und etwa Ebay-Auktionen verfolgen oder Nachrichten aktualisieren. „Unser System wird absolut offen für alle Anbieter sein“, sagt Innovationschef Christopher Schläffer

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