Noch kein Durchbruch für das mobile Internet

Das Handy wird zum „Unterwegs-PC“ – so wünschen es sich wenigstens Hersteller und Mobilfunkbetreiber. Der neue Trend soll der Internetzugriff von unterwegs werden und die damit immerwährende Erreichbarkeit via E-Mail. Bisher sind die Deutschen noch zurückhaltend.

Laut einer aktuellen Studie von TNS Infratest haben 10,4 Millionen Deutsche ab 14 Jahren schon einmal mit ihrem Handy eine Webseite aufgerufen oder via E-Mail kommuniziert. Damit hat hierzulande etwa jeder sechste Erwachsene (16 Prozent) erste Erfahrungen mit der neuen mobilen Internetwelt gemacht. Der große Bruder der SMS erfreut sich dabei der größeren Beliebtheit: Zwölf Prozent der Deutschen ab 14 Jahren haben schon einmal mobil E-Mails ausgetauscht. Nur knapp jeder Zehnte (9 Prozent) ist hingegen bereits durch das mobile Netz „gesurft“.

Kein mobiler Sonderweg?

Normale HTML-Seiten, wie sie auch im Browser des PCs aufgerufen werden, sind laut TNS Infratest bei den Nutzern der mobilen Technologie beliebter als speziell abgespeckte Mobilfunkseiten. Nachrichtenangebote, beispielsweise von der Frankfurter Allgemeinen (Mobiles Angebot der FAZ), der Süddeutschen Zeitung (Mobiles Angebot der SZ) oder Spiegel-Online (Mobiles Angebot von SPON), bieten unter gesonderten Adressen mobile Internetseiten an. Diese verzichten weitgehend auf datenreiche Bilder und können so schneller im Handy geladen werden. Außerdem ist das Layout dem kleineren Display der Handys angepasst. Nach Angaben der Studie „Mobiles Internet“ greifen 55 Prozent der mobilen Surfer auf solche vereinfachten Mobilfunkseiten zu. Normale Webseiten seien aber auch auf dem Handy beliebter, so TNS Infratest. Rund 73 Prozent der Nutzer rufen auch von unterwegs normale HTML-Seiten auf.

Kosten dämpfen Lust auf mobiles Netz

Die hohen Zugriffszahlen auf soziale Netzwerkseiten wie StudiVZ oder Xing spiegeln sich auch im mobilen Nutzungsverhalten wieder. Etwa jeder vierte Mobilsurfer hat schon vom Handy auf Social Communities zugegriffen. Offenbar sind den meisten Kunden aber auch die noch immer recht hohen Kosten des mobilen Internets bekannt. Datenintensive Services wie Videos von YouTube hat nur jeder Fünfte (21 Prozent) schon einmal ausprobiert.

Nach Ergebnissen einer Befragung der Unternehmensberatung Accenture sind hohe Verbindungskosten bei Datenübertragungen insgesamt ein Hemmnis für das mobile Internet auf dem Handy. Dies ist eine Erklärung, warum die Nutzungszahlen der TNS-Studie noch nicht mit der bereits heute weit reichenden Verbreitung von internetfähigen Handys mithalten können.

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