Internet-Nutzung in europäischen Ländern unterschiedlich

Die Internet-Nutzung ist in Europa nicht in allen Ländern gleich. Im skandinavischen Raum ist das Web stärker in den Alltag eingebunden als am Mittelmeer. Nicht nur die unterschiedlichen Mentalitäten der Bewohner der einzelnen Länder sind hierfür verantwortlich.

An jedem Tag der Woche nutzen 84 Prozent der Dänen das Internet, damit nimmt das Land die Spitzenposition in Europa ein. Ebenfalls täglich nutzen 81 Prozent der Niederländer das Web, in Norwegen und Schweden liegt die Quote bei je 79 Prozent. In Deutschland greifen 61 Prozent der Menschen täglich auf Online-Inhalte zu, dieser Wert liegt um einen Prozentpunkt über dem europäischen Durchschnitt. Italien bildet das Schlusslicht. Dort sind nur 40 Prozent der Web-Nutzer täglich aktiv. Das geht aus der ‚Media Consumption Study 2008‘ der European Interactive Advertising Association (EIAA) hervor. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde das Nutzungsverhalten der Internet-Surfer in zehn europäischen Ländern untersucht.

Um auf das Internet zuzugreifen und die derzeit bei den Nutzern sehr beliebten Multimedia-Inhalte zu nutzen, sind Breitbandanschlüsse an das Web erforderlich. Von den zehn untersuchten Ländern schneidet Deutschland in diesem Punkt am schlechtesten ab. Im Jahr 2008 liegt die Quote der Breitbandanschlüsse an den Orten, an denen die Anwender das Internet am meisten nutzen, hierzulande bei 60 Prozent. Somit sind 40 Prozent der Online-Zugänge erheblich weniger leistungsstark. Der europäische Durchschnitt bei den Breitbandzugängen liegt bei 80 Prozent, Spitzenreiter sind Frankreich mit 92 Prozent, Großbritannien mit 91 Prozent und Schweden mit 90 Prozent. Die anderen skandinavischen Nationen liegen nur knapp dahinter, wodurch zu erklären ist, weshalb viele Bewohner dieser Länder gern und oft ins Internet gehen – schließlich werden sie nicht durch die Technik ausgebremst.

Bei den Einkäufen, die über Web-Shops getätigt werden, haben die Skandinavier die Nase weit vorn. Sechs und mehr Einkäufe per Internet haben 65 Prozent der Norweger sowie je 67 Prozent der Dänen und Schweden im vergangenen halben Jahr vor der Umfrage getätigt. In Deutschland waren es 46 Prozent der Anwender, der europäische Durchschnitt liegt bei 38 Prozent. Weit abgeschlagen sind die Spanier und Italiener, hier waren es 22 Prozent beziehungsweise elf Prozent. Die EIAA-Experten vermuten, dass die mediterrane Lebensweise, bei der sich häufig im Freien aufgehalten wird, die Menschen eher in Ladenlokalen als im Web einkaufen lässt. Im hohen Norden unseres Kontinents ist das genaue Gegenteil der Fall, dort wissen die Bewohner moderne Technologien zur Beschaffung von Alltagsgütern zu nutzen, weil die Wege in Städte oft sehr weit sind. In den nächsten Jahren wird sich das mobile Internet europaweit vermehrt durchsetzen. Möglicherweise wird dann auch in den wärmeren Gefilden rund ums Mittelmeer eine Zunahme der Einkaufs-Aktivitäten über das Web zu beobachten sein, weil die Menschen ihren Internet-Zugang mit nach draußen nehmen können.

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