Mobile Advertising unterstützt effizienten Einsatz von Werbegeldern

Werbung über mobile Endgeräte wie Mobiltelefone bietet der Werbeindustrie einen effizienten Kanal zur Ansprache ihrer Zielgruppe. Auf dem Handy-Display wird Werbung beispielsweise deutlich häufiger als herkömmliche Internetwerbung angeklickt, um weitere Informationen zum beworbenen Produkt oder der angebotenen Dienstleistung abzurufen. Die sogenannte Click-Through-Rate in der mobilen Werbung beträgt durchschnittlich 3,6 Prozent im Gegensatz zu etwa 0,26 Prozent auf dem heimischen PC. Capgemini Consulting Telekommunikationsexperte Tom Lurtz zu den Ergebnissen der Marktanalyse: „Anders als im Fernsehen, Hörfunk oder Print, erreicht Mobile Advertising die Empfänger in einem neuen Situationskontext und kann individuell auf den Nutzer zugeschnitten werden. Richtig eingesetzt, wird durch Interaktivität eine hohe Relevanz und Glaubwürdigkeit erzielt. Die Werbegelder lassen sich damit hoch effizient einsetzen, was gerade in Zeiten reduzierter Werbebudgets ein gutes Argument für die Anbieter ist.“

Telekommunikationsunternehmen sind gut positioniert

In der Wertschöpfungskette der mobilen Werbung sind die Mobilfunkanbieter derzeit sehr gut positioniert. Sie haben in den vergangenen Jahren hohe Investitionen in den Aufbau ihrer mobilen Internetportale und nicht zuletzt auch in den Aufbau einer engen Kundenbeziehung getätigt. Die mobilen Internetportale der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, O2 und der E-Plus Markenwelt werden schon heute als Werbeplattform genutzt. Die Mobilfunkbetreiber können Werbekampagnen gezielt nach bestimmten Kriterien wie zum Beispiel Demografie, Ort und Endgerätetyp steuern. Dabei kooperieren bereits einige Mobilfunkanbieter sowohl mit Ad Servern zur Platzierung von Werbung als auch mit Internet Unternehmen zur Bereitstelllung von verschiedenen Applikationen, die von Suchfunktionen bis hin zu exklusiven Musiktracks von bekannten Interpreten reichen. „Die Herausforderung für die Telekommunikations-Unternehmen wird das mobile Internet außerhalb der mobilen Internetportale der Netzbetreiber werden. Google und Co. werden dieses Terrain nicht kampflos den Netzbetreibern überlassen“, so Lurtz.

Trotz noch niedrigen Umsätzen wird der Wettbewerb steigen

Obwohl einige sehr erfolgreiche mobile Werbekampagnen in verschiedenen Ländern stattgefunden haben steckt der Markt noch in seinen Kinderschuhen. Der Anteil von Mobile Advertising an den weltweiten Werbeausgaben beträgt aktuell noch deutlich weniger als ein Prozent. Darüber hinaus hat sich bislang kein einheitliches Geschäftsmodell durchgesetzt und dies impliziert insbesondere Mobilfunkanbieter, Internetfirmen und auch Endgerätehersteller ein großes Wachstumspotenzial. Laut der Capgemini Consulting Analyse wird sich der Wettbewerb innerhalb des Mobile Advertising aber deutlich verstärken. Das nicht portalgebundene mobile Internet wird deutlich an Bedeutung gewinnen und damit auch die klassischen Internet Unternehmen wie Google oder Yahoo. Tom Lurtz: „Die wichtigste ‚Währung‘ für die Spieler im Markt ist ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Konsumenten. Nur wer das hat, ist auch für die Werbeindustrie ein guter Partner.“

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