Mobile Medien erobern Massenmarkt

Der Konsum mobiler Medien ist bei vielen deutschen Mobilfunknutzern mittlerweile zur täglichen Gewohnheit geworden. Allein im September 2008 riefen mehr als zehn Millionen Konsumenten in Deutschland mobile Medieninhalte über ihr Handy ab.
Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut comScore M:Metrics in seiner aktuellsten Erhebung. „Die Zeiten, als nur Teenager über ihr Handy E-Mails bearbeiteten, das mobile Internet nutzten oder Musik hörten, sind vorbei. Mobile Medien sind dabei, den Massenmarkt zu erobern“, stellt Hervé Le Jouan, Managing Director bei comScore Europe fest. Dieser Trend werde sich in Zukunft sicherlich noch weiter fortsetzen.Dass die Nutzung mobiler Medien für die Menschen zunehmend an Bedeutung gewinnt, sei Resultat der Kombination mehrerer verschiedener Faktoren, erklärt Angelique Szameitat, Projektleiterin der Kongressmesse Mobile Ad and Content Days (M-Days) (22. und 23.12.08 in der BMW Welt in München). „Zunächst einmal ist in diesem Zusammenhang sicherlich der Hype um Smartphones wie das iPhone zu nennen, der die Faszination für die mobile Mediennutzung generell deutlich angekurbelt hat.

Apple ist es mit dem Gerät gelungen, eine Vielzahl von technischen Möglichkeiten mit einer nutzerfreundlichen, einfachen Bedienbarkeit zu verbinden“, stellt Szameitat fest. In der Zwischenzeit hätten aber auch bereits andere Hersteller nachgezogen. Neben der sogenannten Usability sei in diesem Zusammenhang natürlich auch der Kostenfaktor relevant. „Flatrate-Tarife haben die mobile Web-Nutzung zunehmend attraktiver für die Verbraucher werden lassen“, merkt Szameitat an.

Obwohl mobile Medieninhalte inzwischen ein sehr breit gefächertes Publikum finden würden, liege die Vorreiterrolle in diesem Sektor zur Zeit noch auf zwei bestimmten Kundengruppen. „Junge Männer und Konsumenten mit hohem Einkommen greifen fast doppelt so oft über ihr Mobiltelefon auf mobilen Content zu wie der durchschnittliche Handy-Nutzer“, betont Szameitat. Der Grund hierfür liege nicht ausschließlich in den höheren Anschaffungskosten der Web-fähigen Smartphones, sondern sei auch wesentlich durch die stark ausgeprägte Technikaffinität in den genannten Bevölkerungsgruppen bestimmt. „Abgesehen von diesen beiden Gruppen entdecken die Nutzer aber auch generell die Vorteile eines mobilen Internetzugangs für sich. Diese liegen vor allem in seiner zeitlichen und örtlichen Flexibilität, die es Usern erlaubt, jederzeit spontan unterwegs nach bestimmten Informationen im Web zu suchen“, ergänzt Szameitat.

Welche Konsequenzen die zunehmende Verbreitung der mobilen Mediennutzung für die Werbe- und Marketingbranche mit sich bringen wird und wie sich diese die veränderten Marktbedingungen künftig zu Nutze machen kann, werde man auch auf den kommenden M-Days ausgiebig diskutieren. „Der inhaltliche Scherpunkt liegt in diesem Jahr auf den Themenbereichen ‚Social Media‘ und ‚Mobiles Web‘. In mehreren hochkarätig besetzten Experten-Runden wird es aber nicht nur um das Thema Werbeerlöse gehen, sondern auch wesentliche Fragen des Content-Managements“, so Szameitat

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  1. […] Bei Opera sieht man einen großen Einfluss der verfügbaren Endgeräte und schreibt den massiven Anstieg zwischen den Zahlen für Oktober und November unter anderem auf den Verkauf des BlackBerry Bold durch AT&T seit Anfang November zu. Auch der Einführung des iPhone wurde ja schon öfter zugeschrieben, die mobile Netznutzung befeuert zu haben. […]



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