Benutzer beurteilen Mobile-Banking als zu unsicher

70 Prozent glauben, dass Hacker unbemerkt in ihr Handy eindringen können!

Die Nutzung von Online-Banking per Handy stößt bei den Anwendern auf erhebliche Sicherheitsbedenken. Dabei ist die Handy-Übertragung um einiges sicherer als der Internet-Traffic.

Noch ist Mobile-Banking nicht in allen Ländern verfügbar, doch die ersten Resultate sind enttäuschend. So meinen nur zehn Prozent der US-Bürger, die Mobile-Banking praktizieren, dass ihre Bankgeschäfte per Handy auch sicher seien. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Javelin Strategy & Research (JSR)

Ein weiteres Resultat sollte den Banken zu denken geben: So meinen 47 Prozent derjenigen, die kein Mobile-Banking betreiben, dass sie dieses wegen erheblicher Sicherheitsbedenken gar nicht erst ausprobieren wollen. Die größte Angst besteht davor, dass Hacker unbemerkt in ihr Handy eindringen können. So haben über 70 Prozent der Befragten derartige Bedenken und über die Hälfte hat Angst davor, dass ihr Bankkonto geplündert werden könnte, sobald sie ihr Handy verlieren.

Nach Ansicht der JSR-Analysten wird sich das Vertrauen ins Handy-Banking erst dann verbessern, wenn die Banken weitreichende Schutzmaßnahmen implementieren. „An oberster Stelle gehört eine Verlustbefreiung durch die Bank sollte dem User durch die Nutzung von Mobile-Banking ein finanzieller Schaden entstehen“, heißt es in der Studie.

Darüber hinaus sollten die Banken den Anmeldevorgang verschärfen. „User-Name und Passwort sind im Mobile-Banking viel zu wenig“, meinen die Analysten. Weitere positive Maßnahmen wären Email- oder SMS-Benachrichtigungen sobald von dem Konto größere Beträge abgehoben werden, oder andere ungewöhnliche Kontobewegungen erkennbar sind.

Dabei sind die Befürchtungen der Benutzer teilweise unbegründet, denn der Handy-Traffic ist wesentlich sicherer als etwa eine Internetverbindung. Folglich haben Visa und Mastercard bereits umfangreiche Pläne zur Einführung eines globalen Handy-Banking, zu dem auch neue Applikationen gehören werden.

Doch die beiden großen Kreditkarten-Gesellschaften wissen bereits um die Sorgen der Handy-User: „Wir müssen bei unserem weiteren Vorgehen peinlich genau darauf achten, dass wir unserem Marken-Image keinen Schaden zufügen“, sagt Simon Pugh, Chef der Global Payment Strategy bei Mastercard.

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