Datennutzung kommt nur schwer in Gang

06. Mai 2009 Auf der Nutzung der mobilen Datendienste ruhen große Hoffnungen der Mobilfunkanbieter. Die Angebote gelten vielen als künftiger Umsatzträger, der die sinkenden Spracheinnahmen kompensieren soll. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, wie eine Untersuchung der Online-Marktforscher von Dialego zeigt.

Statistiken

Dabei sind die technischen Voraussetzungen gar nicht so schlecht: So besitzen mit rund 64 Prozent relativ viele der Befragten ein Handy, das einen Internetzugang ermöglichen würde. In dieser Gruppe wiederum hat etwa die Hälfte der Kunden sogar einen Vertrag mit dem Mobilfunkbetreiber abgeschlossen, der entweder einen begrenzten oder sogar einen unbegrenzten Zugang zum mobilen Internet ermöglicht.

37 Prozent nutzen das mobile Internet nie

Selbst aus dieser Gruppe allerdings, in der alle Voraussetzungen für die Nutzung erfüllt wären, gehen nur 10 Prozent der Kunden täglich mit dem Handy online. Rund ein Viertel der Befragten nutzt das Handy seltener als einmal im Monat zur mobilen Datenbeschaffung. Rund 37 Prozent geben sogar an, dass sie das mobile Internet nie nutzen – obwohl ihr Vertrag dieses Angebot ausdrücklich enthält.

Aus der Gruppe der Nicht- oder Wenignutzer kommt auf die Frage nach den Gründen für ihre Abstinenz eine eindeutige Antwort: Zu teuer, sagen 74 Prozent dieser Verweigerer des mobilen Internet – obwohl die Preise für die Nutzung in den vergangenen zwei Jahren kräftig gesunken sind und heute schon für rund 10 Euro mobile Datenpakete von 200 Megabyte angeboten werden. Zudem gibt es die Pauschalpreise, die ein Surfen für 2,50 Euro am Tag ermöglichen.

Mobil online, um vor allem E-Mail abzurufen

Diejenigen, die ihren Internetzugang auf dem Handy nutzen, gehen mobil online, um vor allem E-Mail abzurufen, schlagen Informationen im Internet nach oder holen sich aktuelle Nachrichten auf das Gerät. Sogar die Navigation mit dem Handy hat sich in dieser Gruppe schon vergleichsweise weit durchgesetzt: Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt diese Funktion zumindest hin und wieder.

Die Endgeräte, die die Kunden für den mobilen Datenzugriff nutzen, kommen in 34 Prozent der Fälle vom finnischen Hersteller Nokia, was angesichts des hohen Marktanteils nicht verwundert. An zweiter Stelle nutzen die Kunden aber die Geräte von Sony-Ericsson (20 Prozent) – dem derzeit in tiefen Schwierigkeiten steckenden Gemeinschaftsunternehmen. Darauf folgen sofort Apple mit dem iPhone mit 9 Prozent sowie der Blackberry von Rim. Diese Geräte kommen auf einen Anteil von 7 Prozent.

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