Mit Apps hebt endlich das mobile Internet ab

Handys sind Alleskönner, die herkömmliche Computer schon bald überflügeln werden. Mit spezieller Software lassen sich Kamera, Kompass, GPS und Internet verknüpfen.

„Wir sind Smartphone“, gibt T-Mobile Austria-Chef Robert Chvátal das Motto des Jahres aus. Ab März startet eine Offensive beim zweitgrößten Mobilfunkanbieter Österreichs, bei dem es nur um mobile Anwendungen (Apps, engl. Applications) geht. Und auch Telekom Austria-Chef Hannes Ametsreiter sieht in den kleinen Computerprogrammen, die auf den intelligenten Handys jüngerer Generationen laufen, die Zukunft. „Smartphones samt Applications sind der aktuelle Trend in der Branche. Mobilfunkbetreiber können hier deutlichen Mehrwert schaffen“, meint er. Mobilkom-Kunden, die bereits diese High-End-Handys benutzen, laden pro Monat zehn bis 15 dieser Anwendungen herunter. Rund zehn Prozent der Mobilfunkkunden besitzen High-End-handys, auf denen Apps laufen. Diese Kunden sorgten bereits 2009 für 50 Prozent des Datenumsatzes der Mobilkom. Das Internet ist also, knapp zehn Jahre, nachdem es erste Versuche mit WAP gab, endgültig bei den Handys angekommen. Doch statt Webseiten im Internet aufzurufen, laden sich die User kleine, nützliche Programme auf die Handys.

Apps als Alleskönner

„Zwischen mobilen Webseiten sowie den Applications für iPhones und andere Smartphones gibt es einen großen Unterschied“, weiß Thomas Wedl, Geschäftsführer von Cellular, einem Service-Dienstleister, der auf die Erstellung von Applikationen spezialisiert ist. Der über Apps generierte Traffic übertreffe die Anzahl an aufgerufenen Seiten mobiler Webseiten inzwischen um das Zehnfache.

Apps hätten entscheidende Vorteile, so Wedl. „Eine bessere, intuitivere Benutzerführung, höhere Geschwindigkeit und eine flüssigere Bedienung.“ Die Programme übertreffen dabei auch die Web-Anwendungen, da sie auf den vollen Funktionsumfang der Smartphones zugreifen können.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Laptops können also Funktionen wie Touchscreen, Kamera, Lokalisierung, Kompass, und Bewegungssensor verwendet werden.

Eindrucksvoll schafft die Software Wikitude, die in Österreich vom Start-up mobilizy entwickelt wurde, die Kombination der Tools. Durch die Kamera des Smartphones sieht der Nutzer die ihn umgebende Landschaft und erhält dazu eingespielt die Namen der Gebäude und Lokale, die er vor sich sieht. Das Programm greift zur Lokalisierung des Bildes gleichzeitig auf Kompass, GPS-Navigationssystem, Neigungsmesser und Internet-Datenbanken zu.

Cellular-Chef Wedl glaubt, dass Unternehmen damit die Chance hätten, rund um ihre Marken Erlebniswelten zu bauen. Denn die Anwender würden sich viel intensiver mit den Marken beschäftigen als über herkömmliche Webseiten.

Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/schwerpunkt/itnews/ebusiness/409762/index.do?_vl_pos=r.1.NT

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: