Mobile Gesundheitslösungen vor dem Durchbruch

Studie: Bis zum Jahr 2015 gehören Anwendungen für Smartphones zur medizinischen Grundversorgung

Die Einsatzmöglichkeiten von mobilen Endgeräten steigen seit Jahren, nicht zuletzt dank der vielfältigen Erweiterungsmöglichkeit durch Zusatzprogramme (Apps). Künftig sollen diese, einer Studie des Instituts „research2guidance“ zufolge, auch die medizinische Versorgung unterstützen. Besonders bei der Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Bluthochdruck oder Herzkrankheiten könnten mobile Anwendungen dann helfen. Da sich viele der Gesundheitslösungen hervorragend zur Übertragung und Speicherung individueller Patientendaten eignen, werden sie den Gang in die Praxis künftig oft überflüssig machen.

Insbesondere sollen die Health-Apps dabei helfen, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen abzufedern. Dabei funktioniert das System relativ einfach, so erfassen spezielle mobile, medizinische Geräte zunächst die relevanten Gesundheitsdaten eines Patienten und leiten sie an das Handy des Verbrauchers weiter. Die entsprechenden Anwendungen können diese Daten dann auswerten und, falls nötig, an den Arzt senden. Beispielsweise könnten Diabetiker ihre Blutzuckerwerte vom Messgerät via Bluetooth in ein vom Arzt einsehbares Online-Tagebuch einstellen. Weitere mögliche Nutzungsmöglichkeiten sind die Überwachung der Medikamenteneinnahme, die Fernüberwachung oder Fernsprechstunde und der Abruf von Laborergebnissen.

Der Studie zufolge, für die weltweit 231 Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich befragt wurden, sind zwei Drittel der befragten Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich der Meinung, dass die Mehrheit der Ärzte, Krankenschwestern und des medizinischen Personals in Industrieländern bereits im Jahr 2015 Gesundheits-Apps verwenden wird. Unterstützt wird diese Einschätzung von bisherigen Studien, die die schnelle Ausbreitung von Smartphones und vom mobilen Internet belegen. Allerdings gibt es bislang noch einen deutlichen Mangel an Standardisierung, der die Ausbreitung der Technologien vermutlich bremsen wird. Die Gesundheits-Apps werden dabei nach Einschätzung der befragten Unternehmen künftig vor allem auf Smartphones (82 Prozent) und Tablet-PCs (69 Prozent) laufen.

Intelligente mobile Lösungen für den Gesundheitsbereich zu fördern, dieses Ziel verfolgt die vergangenes Jahr gestartete Cross-Innovation-Initiative „SMART Gesundheit“. Die Landescluster IKT.NRW und Gesundheitswirtschaft.NRW sowie die ZTG GmbH werden über wesentliche Entwicklungen in der Telemedizin und Telematik informieren und netzwerkübergreifend zusammenbringen.

Quelle: http://ikt.nrw.de/nachrichten/information/ikt/458mobile-gesundheitslsungen-vor-dem-durchbruch/

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